DNK-Delegation nimmt am Y7-Gipfel in Paris teil

Bildunterschrift: Y7 Delegation übergibt das Abschlusscommuniqué an deutsche Botschaft in Paris

Vom 17. bis 20. Mai 2026 fand der Youth 7 (Y7) in Paris statt. Die deutsche Delegation beteiligte sich unter Trägerschaft des Deutschen Nationalkomitees für internationale Jugendarbeit (DNK) an den Verhandlungen. Im Mittelpunkt stand das diesjährige Leitthema „Fighting the Polycrisis“.

Für das DNK verhandelten in diesem Jahr vier Jugendvertreter*innen in den thematischen Tracks des Y7. Unter der Delegationsleitung von Isabel Rutkowski vertrat Ben Aichele den Track „Geopolitical Upheavals“, Johnny Bonk verhandelte zu „Technological Disruptions“, Feodora Lüdemann arbeitete im Track „Economic & Demographic Imbalances“ und Isabel Rutkowski brachte sich im Track „Ecological Crises“ ein.

Der Gipfel in Paris bildete den Abschluss der seit März laufenden Vorverhandlungen. Nach dem Ankommen und einem ersten Kennenlernen der Delegationen standen an den ersten zwei Gipfeltagen intensive Verhandlungen sowie verschiedene Diskussionsrunden mit Partner*innen des Y7 Frankreich auf dem Programm. Für Teile der Delegation gingen die Verhandlungen bis spät in die Nacht vor dem letzten Gipfeltag. Dort wurde das Y7 Communiqué zunächst offiziell an den französischen Minister mit Zuständigkeit für Jugendfragen übergeben. Bei der offiziellen Abschlussveranstaltung wurde das Communiqué anschließend an den französischen Außenminister überreicht. Zudem besuchte die deutsche Delegation die deutsche Botschaft in Paris zur direkten Übergabe des Communiqués vor Ort.

Im Abschlusscommuniqué fordern die Delegierten die G7-Staaten auf, angesichts miteinander verbundener Krisen entschlossen, koordiniert und multilateral zu handeln. Das Communiqué beschreibt die gegenwärtigen globalen Herausforderungen nicht als einzelne, voneinander getrennte Krisen, sondern als „Polycrisis“: wirtschaftliche und demografische Ungleichgewichte, technologische Umbrüche, geopolitische Verwerfungen und die ökologische Krise verstärken sich gegenseitig.

Inhaltlich geht es unter anderem um die Stärkung internationaler Zusammenarbeit und regelbasierter Institutionen, den verantwortungsvollen Umgang mit technologischen Umbrüchen und Künstlicher Intelligenz, mehr Generationengerechtigkeit angesichts wirtschaftlicher und demografischer Veränderungen sowie darum, die ökologische Krise trotz konkurrierender politischer Prioritäten weiter oben auf der internationalen Agenda zu halten.

Mit ihrer Teilnahme brachte die deutsche DNK-Delegation die Perspektiven junger Menschen aus Deutschland in einen zentralen internationalen Beteiligungsprozess ein. Das Communiqué macht deutlich: Junge Menschen wollen globale Herausforderungen nicht nur benennen, sondern politische Lösungen mitgestalten.

Infokasten: Der Y7 ist das offizielle Jugendbeteiligungsformat im Rahmen des G7-Prozesses. Junge Delegierte aus den G7-Staaten und der Europäischen Union kommen zusammen, um gemeinsame Empfehlungen an die Staats- und Regierungschef*innen der G7 zu erarbeiten. Die Ergebnisse werden in einem gemeinsamen Communiqué festgehalten und in den G7-Prozess eingebracht.

Themen: Y7 / Y20